Juni 2017

50-jähriges Kirchenjubiläum

In JUBILATE versteht man es zu feiern!

Der Festtag wurde in dem mit Blumen, Fensterbildern von der „Kinderwelt“ und Fotos aus 50 Jahren Kirchengeschichte geschmückten Gebäude mit einem Gottesdienst begonnen - begleitet von Glocken- Orgel- und Hörnerklang und dem Gesang der beiden Chöre. Dass das nicht selbstverständlich ist, betonte Dekan Marcus Keinath in seiner Predigt:

„… welch ein Grund zur Freude, zum Jubel!“ Noch vor 10 Jahren konnte man sich nicht wirklich sicher sein, ob wir uns heute hier in dieser Kirche so fröhlich würden versammeln könnten. Die finanzielle Not zwang die Gesamtkirchengemeinde zu schwierigen und schwerwiegenden Überlegungen, wie man mit den vielen, vielleicht zu vielen eigenen Gebäuden umgehen sollte. Doch was sich seitdem an Verbundenheit der Gartenstädter zu ihrer evangelischen Jubilatekirche gezeigt hat, das ist eben ein ganz starker Grund, sich zu freuen. Der Förderverein, das Team der ehrenamtlichen Mesnerinnen und Mesner, der Kirchengemeinderat und die Hauptamtlichen, ja die ganze Gemeinde hat sich der Aufgabe angenommen, sich für diesen Kirchbau mit unermüdlichem Engagement und großer Kreativität einzusetzen. Dafür gebührt ihnen allen ein tief empfundener Dank. …mit diesem Kirchbau bleibt der Architekt nicht nur Baumeister, sondern wird zum Prediger, über die Zeit des Kirchbaus vor 50 Jahren hinaus. Die Jubilatekirche selber ist eine fortwährende Predigt! Sie ist eine Predigt aus Stein und Beton, Holz und Glas, eine Predigt aus Linien und Formen, eine Predigt in der Sprache der Architektur. Wir können sie wahrnehmen, können sie sehen und hören, in uns aufnehmen, wenn wir dafür Augen, Ohren und Herzen öffnen.“

Es schloss sich ein Sektempfang mit Grüßen und Glückwünschen der Nachbargemeinden an. Unser Pfarrerehepaar Denneler-Zwißler überraschte mit einem Sketch über ein fiktives Treffen des agilen Jub (=Jubilatekirche) und der alten Marie mit Rollator (=Marienkirche) - und wurde dann selbst mit Lob und Dank für die insgesamt 20-jährige Amtsführung überrascht (im Mittel jeder 10!). Ihrem damaligen Auftrag, die Kirche „abzuwickeln“, sind die Pfarrer aber nicht nachgekommen. Wie es bis zum späten Nachmittag im rappelvollen Gemeindehaus weiterging? Leider fehlt uns an dieser Stelle einfach der Platz zum Erzählen. Es war ein Fest zum Dankbarsein und Jubeln!

Edith Willmann