Familienfreundliche Gemeinde

Familienfreundliche Gemeinde

Wie alles begann

Im Dezember 2009 starteten wir im Rahmen des landeskirchlichen Projekts „Diakonat – neu gedacht, neu gelebt“ unser Projekt „Familienfreundliche Gemeinde“. Wir bauten Brücken zwischen unserer Kirchengemeinde und den Familien unseres Kindergartens im Berliner Ring.

Viele haben mitgewirkt und neue Aktionen entwickelt z.B. Nachmittagskurse (Capoeira und Musik-Spiel-Reise), Kirchenführungen für Kinder und auch einmal für muslimische Mütter, Vorlesepaten, Kinderkino, Einladung zu den Familienaktionen (Osterwerkstatt, Gemeindefest, Kinderferienwoche, Ostergarten usw.), neue Beteiligungsmöglichkeiten für Eltern (Stockbrotbacken für Kinder bei der Stadtteilaktion Nikolaus, Zirkusfest usw.). Zur zentralen Beteiligungsmöglichkeit entwickelte sich das Erntedankfest. Erinnern Sie sich noch an das Apfel-Thema, als die Kindergartenkinder Apfelsaft pressten und Apfelkuchen gebacken haben?

Rückblick Erntedank

Am Erntedankfest haben die Kinder unseres Kindergartens stolz ihre Kartoffelernte präsentiert. Im Frühjahr hatte „Kartoffelackerpate“ Helmut Sikeler den Acker beim Gemeindehaus der Jubilate-Kirche von Wurzeln und Gestrüpp befreit, Humus eingebracht und so den Boden vorbereitet fürs Kartoffelprojekt des Kindergartens. Die Kinder zogen Reihen, gruben Löcher und steckten Kartoffeln in die Erde. Bei jedem Besuch erwarteten die Kinder, endlich gewachsene Kartoffeln zu sehen. Die Pflanzen wuchsen, erste Blüten waren zu sehen, und dann, endlich, im September zogen die Kinder und ihre Erzieherinnen mit Bollerwagen, Hacken und Grubbern zum Acker zur Kartoffelernte.



Die Kinder gruben unermüdlich und freuten sich nicht nur über die riesengroßen Knollen, sondern genauso über die Winzlinge. Am Schluss war der Wagen bis oben hin gefüllt. Mit diesem Wagen zogen die Kinder zu Erntedank in die Kirche ein. Im Gottesdienst führten sie die Geschichte „Die Maus und die Kartoffel“ auf, anschließend gab es Spiele „rund um die Kartoffel“ und Leckeres „aus der Kartoffel“ zu essen. Es war ein schöner Tag!



Wie geht‘s weiter?

Weg von Aktionen – hin zur Förderung der Familien durch Unterstützung in der vertrauten Umgebung des Kindergartens. In den letzten beiden Jahren boten wir vermehrt Beratung an und merkten, dass viele Familien dies gerne angenommen haben. Das Erzieherinnen-Team um Iris Altenhof und Gemeindediakon Achim Wurst arbeiten eng zusammen.

Das Besondere sind die Präsenzzeiten von Herrn Wurst am Kindergarten, wo er Gespräche anbietet bei Familien- und Lebensfragen. Diese Beratung und Seelsorge ist selbstverständlich offen für Menschen aller Religionen.

Wir wollen - wir sollten sogar - diese besondere Form der Unterstützung ausbauen, damit sich der Kindergarten von einer „Kinderwelt“ weiterentwickelt zu einer „Kinder- und Familienwelt“, in der Eltern und Kinder gleichermaßen willkommen sind und Förderung erleben auf vielfältige Art.

Wie sich das umsetzen lässt, daran arbeitet eine Gruppe zusammen mit Vertretern der Gesamtkirchengemeinde. Packen wir’s an! Es lohnt sich!

Iris Altenhof, Annette Denneler, Achim Wurst

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