Faire Gemeinde

In seiner Sitzung am 15. Mai 2015 beschloss der Kirchengemeinderat, beim Diakonischen Werk Württemberg zu beantragen, dass wir, die Jubilate-Gemeinde Reutlingen, als „faire Gemeinde“ eingestuft werden. Wir waren uns einig, dass nicht nur fair miteinander umgehen, sondern auch „fair einkaufen“ für Christen eigentlich selbstverständlich sein soll. Wir machen bereits viel in dieser Richtung und haben deshalb beschlossen, uns jetzt zu „verpflichten“. Im Folgenden sind einige Punkte aufgeführt, wo wir „fair handeln“:

„Wegschmeißen vermeiden“ ist sicher mit am wichtigsten, um Ressourcen zu sparen. Es ist für uns schon immer selbstverständlich, dass wir bei Veranstaltungen der Gemeinde ausschließlich Mehrweggeschirr verwenden, das man hinterher halt spülen muss. Es ist uns wichtig, dass unsere angebotenen Getränke nicht als Dose, sondern in Mehrwegflaschen bereit stehen.

Eine unserer größten Einsparaktionen ist die „Winterkirche“: Seit 2009 feiern wir vom Sonntag nach Neujahr bis zum Sonntag Judika Gottesdienst im Gemeindesaal im Gemeindehaus und nicht in der Jubilatekirche. Damit sparen wir erheblich an Heizkosten, was nicht nur den Finanzen der Kirche guttut, sondern auch ökologisch nicht ganz verkehrt ist.

Seit 2009 gibt es bei den Veranstaltungen der Jubilate-Gemeinde nur noch fair gehandelten Kaffee, seit 2012 auch nur noch fair gehandelten Schwarzen Tee.

Der Blumenschmuck im Gottesdienst wird seit 2009 ehrenamtlich hergerichtet; wenn möglich werden Blumen aus privaten Gärten verwendet. Teilweise werden die Blumen von den Ehrenamtlichen im Blumengeschäft in Orschel-Hagen oder auf „unserem“ Markt eingekauft, auch unter dem für uns sehr wichtigen Aspekt, „unseren“ ganz lokalen Einkaufsort mit am Leben zu erhalten. Hier gibt es immer auch regionale Blumen im Angebot und zum großen Teil auch fair gehandelte Blumen.

In einer seiner ersten Sitzungen dieser Legislaturperiode hat der Kirchengemeinderat einstimmig beschlossen, die Einladungen, Protokolle, Anlagen etc. zu den Sitzungen ab sofort nicht mehr ausgedruckt als Brief zu versenden (bzw. austragen zu lassen), sondern per Mail zu verschicken. Damit spart Jubilate pro Sitzung außer den Briefumschlägen über 100 Blatt DIN A4-Papier ein.

Seit Jahren ist der Strom, den wir in unserem Gemeindezentrum verbrauchen „öko“. Die Gesamtkirchengemeinde hat einen Versorgungsvertrag mit der KSE (Gesellschaft zur Energieversorgung der kirchlichen und sozialen Einrichtungen mbH) abgeschlossen. Die KSE verkauft ausschließlich Strom aus Wasserkraft und Windenergie.

Im Pfarrbüro wird zunehmend umweltfreundliches Papier verwendet; die Umstellung ist nicht ganz einfach, da wir hier beim Einkaufen auch vom Dienstleistungszentrum „abhängig“ sind, sodass wir z.B. unsere Liedblätter jetzt nicht einfach auf Umweltpapier ausdrucken könnten.

Als Ansprechpartner für die Aktion „Faire Gemeinde“ freue ich mich über Ihre Anregungen, Ideen und Wünsche, aber auch über Kritik.

Rolf-Dieter Nerz, Kirchengemeinderat

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