Bischof Okumu und KERUDO - Rückblick und Ausblick

Bischof Okumu, Gründer des KERUDO*-Projektes (Kenya Evangelical Rural and Urban Development Outreach), war im Rahmen seines Deutschland- Besuches im Juli mehrfach in Orschel-Hagen zu Gast. Mit Familie Kälberer aus Stuttgart besuchte er den Ökumenischen Gottesdienst bei der 50-Jahr-Feier von Orschel-Hagen sowie die Ausstellung im Gemeindehaus. Er war begeistert, wie unkompliziert wir hier die "Ökumene" leben. Er nahm an der Kirchengemeinderatssitzung, dem Treffen der Internationalen Frauen und am Mittagstisch teil. Für einige Tage war er in unserem Haus zu Gast. Am Freitagabend ging’s dann gleich zu "Männer hacken Holz". Mangels Holz fiel das Hacken aus, jedoch beim gemütlichen Grillen gab es interessante Gespräche.
Am Samstag erhielt Bischof Okumu Einblick in unser Privatleben. Leon war bei einem Kindergeburtstag auf einer Baumwiese in Eningen eingeladen. Wir stellten Bischof Okumu und KERUDO den anderen Eltern vor, die spontan eine kleine Spende machten.
Am Sonntag stand er den Kindern unserer Kinderkirche Rede und Antwort und gestaltete den Gottesdienst mit. Dann besuchte er noch den Regelgottesdienst, in dem sich unsere neuen Konfirmanden vorstellten. Anschließend wurde Bischoff Okumu bei Familie Willmann aufgenommen.
Am Montag, dem 18.07., besuchte Bischof Okumu mit mir die Freie Evangelische Schule. Nach einer kurzen Begrüßung bei Rektor Kuhn und Eintrag ins Gästebuch der Schule, empfing ihn die Klasse 2a mit einem englischen Lied. Die Kinder durften ihn dann in einer Gesprächsrunde, die von der Klassenlehrerin und mir übersetzt wurde, mit Fragen löchern. Danach zeigte Bischof Okumu in der Klasse 7e Dias und einen kleinen Film und beantwortete die Fragen der Schüler. Bischof Okumu war gerührt, als die Kinder Geld sammelten für die Aids-Waisenkinder, die von KERUDO betreut werden.
Dienstags unternahm dann Familie Willmann mit Bischof Okumu einen Tagesausflug nach Ulm.
Am Mittwochnachmittag konnte Bischof Okumu bei der Kirchenpflege das gesammelte Spendengeld, das seit der letzten Überweisung aufgelaufen war, in Empfang nehmen. Bei einer Abendveranstaltung im Gemeindehaus erklärte unser Gast anhand von Bildern und einem Film die Arbeit von KERUDO in Kenia. Am Ende des Abends wurden noch einige vom Stamm der Massai handgemachte Schmuckstücke "amerikanisch versteigert". Das eingenommene Geld soll die Arbeit von KERUDO unterstützen.
Am nächsten Tag "wanderte" dann Bischof Okumu weiter zu Pfarrer Matthias Wagner nach Mössingen- Talheim. Wir sind dankbar, dass wir ihn und seine Arbeit für das Hilfsprojekt in intensiven Gesprächen kennen lernen durften. Diese Zeit werden wir so schnell nicht vergessen. Bischof Okumu möchte sich auf diesem Weg nochmals für die herzliche Aufnahme in unserer Kirchengemeinde bedanken.
Am Ende seines Besuches konnte er insgesamt 1.800 Euro für KERUDO mit nach Kenia nehmen. Dieses Geld hat er für Lebensmittel für hungrige Kinder, Schulgelder für HIV-Waisen, 100 Moskitonetze und Lebensmittel für die Gehörlosenschule in Lambwe sowie für eine fünftägige Mitarbeiterleiterkonferenz mit 100 Teilnehmern verwendet. Bischof Okumu dankt allen Gebern und hofft, dass die Jubilategemeinde KERUDO weiterhin unterstützen wird.

Sabine Mess